Als ich Misha kennenlernte, wusste ich gleich vom ersten Augenblick an, wie tief ihre Leidenschaft für den Radsport geht. Ich wusste auch, dass Gran Canaria für sie der perfekte Ort wäre, um ihre Motivation für diesen Sport noch weiter zu festigen.

In der Nacht zuvor hatte ich ihr geschrieben, um nachzufragen, welche Route genau wir fahren würden. Und natürlich war die Wahl einer Route angesichts der unendlichen Möglichkeiten, die unsere Insel bietet, keine Angelegenheit, die man innerhalb von fünf Minuten entscheiden hätte können. Obwohl wir uns ganz klar einig waren, dass wir eine gute Zeit, viel Spaß und abwechslungsreiche Landschaften wollten.

„Hey Misha, wie ist das bei dir, bist du mehr alleine unterwegs oder fährst du lieber in der Gruppe?“, fragte ich sie. „Alleine mit dem Rad ist nicht wirklich mein Ding, das mache ich nicht gerade oft.“, antwortete sie. „Ich bin lieber mit einer Gruppe unterwegs. Ich fühle mich sicherer und habe auch den Eindruck, dass die Autofahrer auf den Straßen mehr Rücksicht auf uns nehmen. Aber wenn man alleine fährt, gibt es nichts besseres, als sich einen schönen Ort zum Abschalten zu suchen. Und genau so einen Ort möchte ich dir heute zeigen, es ist einer meiner Lieblingsorte.”

Wir fuhren direkt nach Ayagaures (im Süden Gran Canarias). Dort hatte Misha eine Route mit einigen Steigungen ausgesucht, die mich gut auf Trab halten würden. „Ich liebe diese Strecke, hier trainiere ich oft aufeinanderfolgende Steigungen mit meinem Rad. Autos kommen nur selten vorbei und auf dem Weg gibt es faszinierende Landschaften.”, sagte sie mir mit schwärmerischer Stimme. Ich zog mir meine Fahrradschuhe an, wir stiegen auf unsere Räder und fingen auch gleich mit einem steilen Hang an. Als wir am höchsten Punkt angekommen waren, steigen wir ab, um den Ausblick zu genießen. Besucher aus dem Ausland, die hier trainieren, sagen über die Landschaft, dass sie sehr dem Grand Canyon von Colorado gleicht: die Bergstrukturen, steilen Schluchten und die Farbspiele des Lichts während der Morgen- und Abenddämmerung.

„Misha, wie kommt es, dass ein Mädchen aus Tschechien auf Gran Canaria gelandet ist? Hat deine Begeisterung für den Radsport hier angefangen?”, fragte ich sie. “Ich bin bereits vor einigen Jahren auf die Insel gekommen und habe mich gleich in sie verliebt. Natürlich war es hier auch einfacher, voll und ganz in die Welt des Radsports einzutauchen. Auf Gran Canaria finden sich unzählige Möglichkeiten für Touristen. Die Insel bietet eine breite Auswahl an Kulissen, um ganzjährig eine Vielzahl an Sportarten auszuüben. Außerdem gibt es eine breite Auswahl exzellenter Dienstleistungen wie zum Beispiel Radverleih, Radreparatur, Radtransport zum Hotel, Routen mit Startpunkt direkt an deinem Hotel, sportmedizinische Dienstleistungen, Ernährung, Shops usw. Viele meiner Freunde von außerhalb fragen mich, auf was sie bei einem Besuch achten sollten und ich gebe ihnen gerne Ratschläge und erzähle ihnen von der Vielfalt, die wir hier haben“, erklärt sie mir.

Wir stiegen auf unsere Mountainbikes und fuhren los. Auf einer breiten Strecke gingen wir noch eine Weile auf Entdeckungstour. Das Wetter war einfach perfekt: auch wenn sich die Hitze bemerkbar machte, so kämmten die Berge doch die Wolken und eine sanfte Brise wehte über die karge Landschaft unserer Insel. Wir hatten einen perfekten Tag zum Genießen mitten in der Natur vor uns.

„Marcos, weißt du was ich an den Leuten hier auf der Insel am meisten zu schätzen weiß? Dass du dich verlaufen kannst oder dich allgemein verloren fühlst, aber immer jemand da sein wird, der dir weiterhilft. Ich fühle mich sehr unterstützt seit meiner Ankunft hier auf der Insel und dieses Gefühl hat sich seither nicht verändert“, erklärt sie mir mit einem Lächeln.

Gran Canaria berührt jeden ihrer Besucher. Da sind uns Misha und ich einig. Es ist eine besondere Freude, uns in dieser herrlichen Umgebung austauschen zu können, während wir unserem Lieblingssport in freier Natur nachgehen. Die Insel bringt uns immer zu unserem Wohlbefinden und zur Leidenschaft für den Sport zurück, egal nach was wir suchen. Das Glück auf Gran Canaria ist etwas sehr greifbares, denn man kann es beim Kontakt mit der Natur regelrecht ertasten.